Ausstellung: Verlorene Schönheiten. Ausgestorbene Pflanzenarten im Eppendorfer Moor

Blick auf einen See mit Baumbestand

Sonntag, 19. April 2026 bis Donnerstag, 30. April 2026
11:00 Uhr

 

Mitten in Hamburg, an der Grenze zwischen Eppendorf und Groß Borstel, liegt das Eppendorfer Moor, das größte innerstädtische Moor Europas. Moore übernehmen zahlreiche Funktionen in unserem Ökosystem, sie tragen zum Klimaschutz und zur Biodiversität bei und sind die wichtigsten Kohlenstoffspeicher der Erde.

Entstanden nach der letzten Eiszeit als Rest der Alstertalniederungen, wurde das Eppendorfer Moor schon im Mittelalter wirtschaftlich genutzt. Nachhaltigen Einfluss auf die Böden, Pflanzen- und Tierwelt hatten aber vor allem historische Projekte und Ereignisse wie die Urbanisierung Hamburgs, die Alsterkanalisierung und die Weltkriege. Große Anziehungskraft übte das Moor auf Pflanzeninteressierte und Sammler aus, die hier etwa den „Mittleren Sonnentau“ erstmalig entdeckten. Von den ursprünglich im Eppendorfer Moor vorhandenen 429 Gesamtpflanzenarten gehörten 128 zu den Moorpflanzenarten. Davon finden sich mittlerweile nur noch 42 Moorpflanzenarten in dem Gebiet, 86 sind ausgestorben und auch die noch vorhandenen Arten stehen heute auf der Roten Liste Deutschlands.

Die Ausstellung beleuchtet die vergangene Pflanzenwelt und historische Entwicklung des Moores und klärt über einen behutsamen und schützenden Umgang mit diesem einzigartigen Biotop auf.

Ort: Kunstklinik Eppendorf
Laufzeit: 19.4. bis 30.4.2026
Vernissage in Anwesenheit der Kuratorin: 19.4., 12:30 Uhr
zu besichtigen während der Öffnungszeiten der Kunstklinik: Mo-Fr 11-18 Uhr
Eintritt frei