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Vergangene Veranstaltungen und Termine

Borchert für die Ohren (Hamburg liest Borchert)

 

Unsere Veranstaltung zur Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord haben wir

am 29. Januar um 19:30 gestreamt.

ALICE EKERT-ROTHOLZ

 

Freitag, 29. Januar 2021
19:30 Uhr

Mit ihrem ersten, 1954 bei „Hoffmann und Campe“ veröffentlichten Roman „Reis aus Silberschalen“ gelang Alice Ekert-Rotholz der Durchbruch als Autorin. Ihre weiteren Romane wurden internationale Verkaufserfolge. Heute ist die Bestsellerautorin nur noch wenigen Lesern bekannt.

Dabei hatte die gebürtige Hamburgerin, die in der Eppendorfer Landstraße lebte, sich schon am Ende der Weimarer Republik einen Namen als Lyrikerin gemacht. Ihre Feuilletons erschienen im „Vorwärts“ wie im „Simplicissimus“, ihre pointierten Gedichte in Carl von Ossietzkys „Weltbühne“. Nach mehrwöchiger Inhaftierung im KZ-Fuhlsbüttel konnte Alice Ekert-Rotholz mit ihrem Mann im März 1939 nach Siam fliehen. 1951 kehrte sie nach Hamburg zurück.

In einer Collage aus Texten und biografischen Informationen stellen die Schauspielerin Katharina Schütz und der Publizist Wilfried Weinke die in London verstorbene Autorin vor.

hier der link zur Veranstaltung: https://kunstklinik.hamburg/termin/alice-ekert-rotholz-lesung-zur-woche-des-gedenkens/

Kommen Sie gut durch die Zeit, bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

von Sabine Maurer und Maria Koser


Halbe Ewigkeit- Tanzperformance

„Denn sie hatte ja schon geschlafen. Es war ja Nacht. So spät wieder, sagte sie dann. Mehr sagte sie nie. Nur: So spät wieder. Und dann machte sie mir das Abendbrot warm und sah zu, wie ich aß. … Jede Nacht war es so. Und meistens immer um halb drei. … Und sie hat nie mehr gesagt als: So spät wieder. Aber das sagte sie jedes Mal. Und ich dachte, das könnte nie aufhören.“

aus Wolfgang Borchert: „Die Küchenuhr“

im unterirdischen Röhrenbunker, Tarpenbekstr. 68 / Ernst-Thälmann-Platz

Freitag, 23.08.2019, 20.00 Uhr

Samstag, 24.08.2019, 18.00 Uhr

Eintritt: 7,- / 5,- €.

begrenzte Platzzahl, Reservierungen unter goonperformance@t-online.de

 

Hinweis: Der Bunker ist nicht barrierefrei. In ihm ist es kühl. Menschen mit Klaustrophobie könnten in ihm Angst bekommen. Es gibt kein WC! Dauer: ca. 50 Minuten.

 

Eine Performance vom GO ON! Performance Kollektiv mit Norbert Dorow, Susanne Wehowsky, Tilman Rickert und Anne Römer.


Ausstellung „Via“ im Bunker

15. Juli – 27. Juli 2019

Die jungen Künstlerinnen Burcu Yildiz, Heejung Choi, Senghwa Jeong, Yan Yan und Samira Alizadeh kommen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und zeigen mit ihren Werken den Umgang mit ihrem Leben. Dabei verwenden sie verschiedene Medien und Techniken, wie Drucken auf Papier, Glas, Metall, Kunststoff, Stoff, Entwicklung auf Fotopapier und Digitalisieren in Film. Mit diesen Formen von Kunst drücken sie sich in vielen Möglichkeiten aus.

„Das Leben ändert sich immer mit den Umständen durch die Begegnung mit verschiedenen Dingen. Diesen Übergang haben die meisten Designer und Künstler noch nicht vom Lebenssystem auf andere Bereiche übertragen. Der größte Teil von Design und Kunst wird immer als Ergebnis gesehen, ohne sich durch die Umgebung zu verändern. Vielleicht gibt es nur eine temporäre Spur, die durch unsere Erfahrung kontinuierlich interpretiert wird. Dieser Katalysator hilft uns, immer wieder über unser Leben nachzudenken. In dieser Ausstellung „VIA“ bearbeiten wir das Thema mit verschiedenen Medien und Techniken, wie Drucken auf Papier, Glas, Metall, Kunststoff, Stoff, Entwickeln auf Fotopapier und Digitalisieren in Film. So wollen wir den Übergang von der ursprünglichen Zeichnung in verschiedene Formen von Kunst schaffen.“


Fällt leider aus:

Sonntag, den 26. April 15:00

Veranstaltung im Rahmen der Tage des Exils:

„Aber was wird kommen!“ Flucht aus NS-Deutschland

Auf all jene, die dem nationalsozialistischen Terror entkommen konnten, wartete trotzdem oft eine schwere Zeit. Wie wird das Leben in dem fremden Land sein? Werde ich mich verständigen können? Werde ich Arbeit finden, um den Lebensunterhalt zu sichern? Und was wird aus den in Hamburg zurückgebliebenen Angehörigen? Mitwirkende des Hamburger Stolperstein-Biografienprojekts stellen Menschen vor, die sich im Exil ein neues Leben aufbauen mussten.

Ort: Kunstklinik, Martinistraße 44a, 20251 Hamburg


Die Frauenwoche Eppendorf ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Geschichtswerkstatt Eppendorf, der Kunstklinik und martini.erleben – mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Hamburg-Nord

Willkommen zur Frauenwoche Eppendorf!
Die Kunstklinik eröffnet die Frauenwoche am 2. März 2019 mit der Künstlerin
Hanna Malzahn zum Thema „Frauen in der Kunst“. Und am Abend
lädt die Geschichtswerkstatt zu einer Buchvorstellung ein. Tanja
Breukelchen liest aus ihrem kürzlich erschienenen Buch „Hamburgs
starke Frauen“. Am Dienstag zeigt martini∙erleben im Rahmen der
KAFFEE-ZEIT den Dokumentarfilm „Die Schneiderin von Brünn“, über
eine selbstbestimmte und talentierte Frau. Darüber hinaus gibt es am
Mittwoch ein Theater-Solo über Lucretia Borgia, am Donnerstag eine
Leseperformance zu Gertrude Stein und am Freitag einen jiddischen
Liederabend.
Im Foyer werden Bücher von und über Frauen zu entdecken sein und
dürfen gegen eine Spende mitgenommen werden. Veranstaltungen mit
diesem F-Zeichen sind Frauen allein vorbehalten, zu allen anderen
Veranstaltungen sind alle interessierten Menschen sehr herzlich
eingeladen. Wir freuen uns auf eine F-bewegte Woche mit viel
Gedankenaustausch und Freude.

 


Donnerstag, 30. Januar 2020
19:30 Uhr

Der Dokumentarfilm ‚Sonderghetto‘ zeigt die Schicksale der aus dem ‚Deutschen Reich‘ in das Ghetto von Minsk deportierten Jüdinnen und Juden. Das Filmteam aus Belarus spricht mit Zeitzeug*innen und sucht heutige Erinnerungsinitiativen in deutschen und österreichischen Städten auf.
Regie: Ludmila Klintsova, Produktion: Vladimir Bokun, deutsche Untertitel, 52 Min. BY 2018

Im Anschluss an den Film spricht Hanno Billerbeck (Kirchliche Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Minsk-Trostenez-Initiativkreis Hamburg) mit dem Zeitzeugen Michael Rosenberg, der für den Film interviewt wurde. Michael Rosenbergs Mutter wurde 1941 von Hamburg ins Minsker Ghetto deportiert. Kooperation KUNSTKLINIK & Geschichtswerkstatt Eppendorf


Tag der Geschichtswerkstätten am 29. September 2019

13:00 – 14:45 – Offenes Archiv 
Gespräche bei Kaffee, Tee und Keksen inklusive Vorstellung unserer neuesten Publikation ‚Der Eppendorfer Weg‘, eine Kurzbeschreibung der Geschichte dieser Straße.

15:00 – 15:30 – Kleine Führung durch unser neues Haus
Hinter der Gründerzeitfassade des ehemaligen Krankenhauses Bethanien ist ein Neubaukomplex entstanden für Soziales, Kultur, Geschichte und Wohnen, alles unter einem Dach! Treff: Martinistraße 44a

16:00 – 16:45 – Borchert – Lesung im unterirdischen Röhrenbunker Tarpenbekstraße
Dieser Ort ist einer der wichtigsten Stimmen der Nachkriegszeit gewidmet, dem Schriftsteller Wolfgang Borchert, der nur ein kurzes Stück entfernt geboren wurde und seine Kindheit und Jugend in Eppendorf verbrachte. Treff: Tarpenbekstraße 68, Hinweis: Der Bunker ist nicht barrierefrei.

kontakt@geschichtswerkstatt-eppendorf.de

Teilnahme für alle Programmpunkte frei


Ausstellung Bona Berlin

Streetart

29. November – 2. Dezember 2018

 


 

URBAN ART im Röhrenbunker

8./9. Oktober 2018

Unter dem Titel „WHAT IF“ präsentiert der Hamburger Urban Art Künstler

BROZILLA eine Rauminstallation im Röhrenbunker. Die eigens für diesen Ort

angefertigte Arbeit, setzt sich in gewohnt kritischer Manier mit der

Geschichte & der Zukunft des Bunkers auseinander.

More Infos: www.brozilla.org

 


 

Bleicher Bruder – eine Auseinandersetzung mit Wolfgang Borchert

9. Oktober 2016

 

In dem Thaterstück des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Halstenbek wird Borcherts Lebensweg nachgezeichnet,

von ersten Kindheitsträumen bis zum Tod durch Leberversagen zwei Jahre nach Kriegsende. Die Spieler*innen

wandeln die vorgetragenen Texte in gestische Szenen um, arbeiten mit Stimme, Sprache, Choreographien und

Pantomime.Buch und Regie: Andreas Kroder

 


 

 „Verklärt, verdrängt und abgeheftet – Objekte zur Erinnerung“ –  Installationen im Bunker

3./4. Oktober 2015

Eine Ausstellung im unterirdischen Röhrenbunker von Heike Freiburg und Nicole Franz


Zum Tod von Esther Bauer

Esther Bauer wurde 1924 in Hamburg als Tochter von Dr. Alberto Jonas und Dr. Marie-Anna Jonas geboren. Ihr Vater war Direktor der Israelitischen Töchterschule in der Carolinenstraße, seine Frau, nach der 2009 der Marie Jonas-Platz in Eppendorf benannt wurde, arbeitete dort als Schulärztin. 1925 zog die Familie in den Woldsenweg Nummer 5 in Eppendorf. Mitte der 1930er Jahre fasste Esther eine Emigration nach Palästina ins Auge und nahm an Kursen ihrer Mutter teil, die Jugendliche in Berufslehrgängen zur Auswanderung vorbereitete. Ihre Emigration aber scheiterte. Im Frühjahr 1942 musste Familie Jonas die Wohnung am Woldsenweg 5 verlassen und ein Zimmer in einem „Judenhaus“ am Laufgraben 37 beziehen. Im Juli 1942 wurde die Familie nach Theresienstadt deportiert, wo Esthers Vater nach wenigen Wochen starb. Esther und ihre Mutter wurden weiter nach Auschwitz deportiert, wo Marie Jonas ermordet wurde. Esther überlebte als einzige der Familie und wurde in Mauthausen befreit. Sie siedelte nach New York über, heiratete und bekam einen Sohn. Hamburg und Eppendorf blieb sie ihr Leben lang sehr verbunden. In vielen Veranstaltungen in Schulen in den USA und in Deutschland, unter anderem auch im Stadtteilarchiv und Kulturhaus Eppendorf berichtete sie in ihrer offenen Art über ihr Leben. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und Protagonistin des Schultheater-Projektes „Esther Leben“ sowie des preisgekrönten Dokumentarfilms „Einfach Esther“.

Sie war eine großartige Persönlichkeit, offen, zugewandt, warmherzig, engagiert und lebenslustig, die mit großem Engagement gegen Rassismus und für eine lebenswerte, menschliche Zukunft kämpfte.

Wir werden sie sehr vermissen

Die Mitarbeiter des Kulturhauses und des Stadtteilarchivs Eppendorf