Jinas Beet. Ein Mahnmal für Jina Mahsa Amini

Jinas Beet

 

Am 30. Mai 2026 wurde das Mahnmal Jinas Beet auf der Grünfläche an der Bebelallee feierlich eingeweiht. Die Skulptur war bereits 2023 im Rahmen der weltweiten Solidaritätsbewegung nach dem Tod der Iranerin Jina Mahsa Amini an diesem Ort als temporäres Kunstwerk errichtet worden. Direkt gegenüber dem ehemaligen Konsulat der Islamischen Republik bekundeten zahlreiche Menschen ihre Solidarität mit den Frauen im Iran und der Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“. Das Mahnmal ist zugleich den Menschen gewidmet, die am 8. und 9. Januar 2026 im Iran für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen, jedoch auf brutalste Weise massakriert wurden.

Da die ursprüngliche Skulptur weder wetterbeständig noch ausreichend vor Beschädigungen geschützt war, wurde sie im Frühjahr 2026 durch ein dauerhaftes Mahnmal ersetzt. Sieben in Bronze gegossene Hände ragen aus einem gemauerten Brunnen empor, der mit Erde gefüllt ist. Zwischen den Händen wachsen Pflanzen und verwandeln den Brunnen zugleich in ein Beet.

Jinas Beet wurde von einer in Hamburg lebenden Künstlerin geschaffen, die anonym bleiben möchte. Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord stellte die finanziellen Mittel für die Errichtung zur Verfügung. Der Trägerverein der Geschichtswerkstatt Eppendorf hat die Patenschaft für das Mahnmal übernommen.